„Christsein ist unmöglich - Teil 3 - Durchbruch“ Das entscheidende Klick im Kopf
Kurz nachgedacht:
(Der Impuls enthält u.U. Links zum weitergehenden Verständnis)
Wenn wir die letzten beiden Impulse noch einmal zusammenfassen, dann stehen wir genau an diesem Punkt:
Viele Christen – und vielleicht gehörst du selbst dazu – lieben Jesus wirklich, nehmen ihren Glauben ernst und wollen Gott und Jesus als ihrem Herrn dienen.
Und trotzdem bleibt da oft dieses Gefühl: Es ist anstrengend. Es kostet Kraft. Und es fehlt etwas von der Freude, die man eigentlich erwarten würde.
Was ist also der entscheidende Unterschied zwischen einem Christsein, das müde macht – und einem Christsein, das trägt?
Vielleicht hilft uns ein Bild: Ein Mensch sitzt im Boot und rudert. Er kommt voran – aber jede seiner Bewegungen kostet Kraft.
Und dann das andere Bild: Das Segel ist gesetzt. Der Wind trägt und treibt das Boot. Fast von allein. Es ist immer noch dasselbe Boot. Immer noch derselbe Mensch. Klar, es kann trotzdem auch mal temporär anstrengend sein. Er muss die Segel setzen. Er muss navigieren. Er muss das Boot instand halten. Aber die Kraft kommt aus einer anderen Quelle.
Und genau hier liegt der entscheidende Punkt.
Viele Christen leben so, als müssten sie ihr Leben für Gott selbst „in Bewegung halten“. Sie gehören zu Christus – aber sie versuchen, das Leben mit und für Christus aus eigener Kraft zu gestalten.
Die Bibel beschreibt etwas völlig anderes. Der Apostel Paulus schreibt in Galater 2,20: „Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.“ Und an einer anderen Stelle: 2. Korinther 5,17: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“
Das bedeutet: Christsein ist nicht nur einfach ein verbessertes altes Leben.
Es ist ein neues Leben. Es ist nicht nur: Ich glaube an Christus und bin in Ihm. Sondern auch: Christus lebt in mir. Nicht nur ich in Ihm, sondern auch Er in mir.
Früher, es ist noch gar nicht so lange her, dachte ich bei mir selbst: „Ich in Ihm oder Er in mir, das ist doch dasselbe.“ Ist es aber nicht. Bin und bleibe ich in Ihm, dann bin ich errettet. Ist und bleibt Er in mir, dann bin ich erfüllt.
Und genau hier liegt der Wendepunkt: Wenn Christus in mir lebt –
wer trägt dann mein Christsein? Wer gibt die Kraft? Wer verändert mein Leben? Nicht mehr ich. Sondern Christus selbst – durch den Heiligen Geist.
Und genau hier liegt der entschei-dende Schritt. Nicht mehr Anstrengung. Nicht mehr Druck. Nicht mehr „ich muss“.
Sondern Vertrauen.
· Vertrauen, dass Christus wirklich in mir lebt.
· Vertrauen, dass der Heilige Geist in mir wirkt.
· Vertrauen, dass ich nicht selbst die Quelle bin.
Für manche ist das ein kleiner Schritt und eine absolute Befreiung. Für andere – besonders für die „Macher“ unter uns Christen – ist es ein sehr großer. Wir geben die vermeintliche Freiheit auf – die in Wirklichkeit oft eine christliche zermürbende Autonomie ist. Das kann schwerfallen, weil fast alles um uns herum nach diesem Leistungsprinzip funktioniert.
Aber genau hier liegt die Entscheidung: Dem eigenen Tun zu vertrauen –
oder Christus in uns!
Und wenn dieses Vertrauen in Christus wächst und gelebt wird, dann passiert etwas: Aus dem Ruderboot wird ein Segelboot.
Und wenn du vielleicht merkst: „Ich war lange in Gruppe 3 – aber ich sehne mich nach Gruppe 4“ – dann ist genau das der Weg.
Wie setzt man das aber praktisch um? 👉 Nächste Woche in Teil 4
Amen
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Lied: Auge im Sturm – Martin Pepper