Freut euch mit den Fröhlichen!

Guten Morgen, ihr Lieben!

Für heute hatte ich eigentlich bereits eine andere Andacht geplant, jedoch wurde ich durch den Post von Daniel zur Geburt der kleinen Marie in eine andere Richtung inspiriert.

Unwillkürlich musste ich zurückdenken an die Geburten von unseren Mädchen Julia und Tabea und welche Dankbarkeit ich verspürt habe, als ich sie beide gesund und munter in meinen Armen halten durfte. Auch dass Gott Sabine in der Stunde der Geburt bewahrt hat war mir ein großer Grund, dankbar gegenüber Gott zu sein.

Denn wir wissen ja: Auch heute ist es immer noch durchaus nicht selbstverständlich, dass das alles bei Schwangerschaft und Geburt gut ausgeht. Und ich erinnerte mich, dass nach Dankbarkeit und Staunen ein tiefes Glücksgefühl in mir entstand, was zu einer großen inneren Freude und äußeren Fröhlichkeit führte.

Nun sind wir als Menschen normalerweise so angelegt, dass wir das Bedürfnis haben, unsere großen Gefühle mit denen zu teilen, die uns wichtig sind, seien es nun Freude oder Trauer. So auch Daniel, der seine Freude diese Woche mit uns teilte. Damit drückte er sowohl sein persönliches Glück aus wie auch die Tatsache, dass er uns hier in der Gruppe so wertschätzte, dass wir an seiner Freude teilhaben sollten und durften.

Römer 12,9-21 beschreibt einige Auswirkungen, wie Christen Liebe im praktischen Alltag leben und erleben sollen.

Was erwartet Gott von uns als Christen? Wie soll unsere Liebe zum Ausdruck kommen?

Denken wir bei der Suche nach einer Antwort auch daran, dass Gott uns zuerst geliebt hat (1. Joh. 4,19), sogar zu einem Zeitpunkt, als wir noch seine Feinde waren (Römer 5,10)!

Vers 15 aus Römer 12 greife ich heute kurz heraus.

Paulus schreibt den Christen in Rom:

“Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden!“

Die römischen Christen sollten nicht unbeteiligt an der Fröhlichkeit oder an der Trauer ihrer Mitmenschen bleiben, sondern sich viel mehr mit ihnen freuen oder mit ihnen weinen.

Deshalb sollen auch wir als Christen heute unsere gemeinsame Basis im Glauben durch genau diese Verbundenheit und Anteilnahme ausdrücken. Die Basis unseres Glaubens aber ist der Herrn Jesus.

Als Christen sind wir Geschwister im Herrn. Und natürlich hat unser Verhalten gegenüber unseren Geschwistern auch etwas damit zu tun, dass uns der Herr selbst die geschwisterliche Liebe im Glauben ans Herz gelegt hat. Dreimal betont der Herr im Johannesevangelium dieses Gebot der geschwisterlichen Liebe der Nachfolger und Jünger Jesu untereinander:

Joh 13,34: Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander lieben sollt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt.

Joh 15,12: Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, gleichwie ich euch geliebt habe.

Joh 15,17: Das gebiete ich euch, dass ihr einander liebt.“

Und ein Ausdruck dieser Liebe ist also auch, dass wir nicht unbeteiligt bleiben an dem, was unsere Geschwister bewegt, sondern dass wir an ihrer Freude und an ihren Problemen Anteil nehmen und uns mit ihnen freuen oder auch mit ihnen weinen oder ihnen im Gebet und ggfls. in tätiger Hilfe zur Seite stehen.

Amen

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