Impulsreihe Pfingsten - Pfingsten veränderte alles Ein neues Zeitalter hat begonnen und dauert bis heute an

Kurz nachgedacht:

(Der Impuls enthält u.U. Links zum weitergehenden Verständnis)

Titel: Impulsreihe Pfingsten – Pfingsten veränderte alles

Manche Ereignisse teilen die Geschichte in ein „Vorher“ und ein „Nachher“.

Die Erfindung des Buchdrucks gehört dazu. Die Mondlandung. Der Fall der Berliner Mauer. Oder die Einführung des Smartphones. Seitdem laufen überall auf der Welt Menschen immer wieder gegen Laternen, weil sie auf ihr Display schauen.

Für uns Christen gehören auch die Geburt Jesu und seine Auferstehung dazu. Und ebenso Pfingsten. Dabei denken viele zunächst an die spektakulären Begleiterscheinungen: das gewaltige Brausen vom Himmel, die Feuerzungen und die vielen Sprachen, die plötzlich verstanden wurden. Das alles war beeindruckend und ein absolut außergewöhnliches Ereignis.

Aber das eigentliche Wunder von Pfingsten lag noch tiefer.

Zehn Tage lang hatten die Jünger gewartet. Zehn Tage lang hatten sie gebetet. Zehn Tage lang hatten sie auf die Erfüllung der Verheißung Jesu gehofft.

Dann war es endlich soweit. Gott hielt sein Versprechen und der Heilige Geist kam. Die Kraft aus der Höhe, von der Jesus gesprochen hatte, wurde Wirklichkeit. Plötzlich sehen wir dieselben Menschen in einem völlig anderen Licht. Ein Petrus, der bei der Gefangennahme Jesu seinen Herrn noch dreimal verleugnet hatte, tritt nun mutig vor eine große Menschenmenge und predigt.

Was war geschehen? Hatte Petrus inzwischen ein Seminar für Rhetorik besucht? Wohl kaum.

Der Unterschied lag nicht in Petrus selbst. Der Unterschied lag im Wirken Gottes. Der Heilige Geist war gekommen. Und damit begann etwas völlig Neues. Das eigentliche Wunder war, dass Gott begann, dauerhaft in den Menschen zu wohnen, die an Jesus glaubten und Ihn als ihren Herrn und Heiland akzeptierten.

Von nun an sollten und mussten die Nachfolger Jesu nicht mehr aus eigener Kraft leben. Gott selbst wollte durch seinen Geist in ihnen wirken, sie leiten, trösten, verändern und ausrüsten.

Die Folgen waren gewaltig.

Aus einer kleinen Gruppe von Jüngern entstand eine weltweite Bewegung. Menschen kamen zum Glauben, Gemeinden entstanden und das Evangelium breitete sich aus.

Eine neue Zeit brach an. Eine Zeit, die den Menschen einen völlig neuen Zugang zu Gott eröffnete, weil Gott selbst durch Seinen Geist in ihnen Wohnung nahm.

Und das gilt bis heute.

Deshalb ist Pfingsten nicht nur ein bedeutendes historisches Ereignis, das zwar einmalig war, aber heute kaum noch Auswirkungen auf mein Leben heute hat.

Nein. Pfingsten betrifft auch uns. Denn der Heilige Geist wurde nicht nur den ersten Jüngern gegeben. Wer heute sein Leben Jesus Christus anvertraut, Buße tut und wiedergeboren wird, empfängt ebenfalls den Heiligen Geist.

Der Geist Gottes ist keine besondere Zusatzausstattung für einige wenige besonders heilige Christen, kein Add-On für Premiumchristen.

Er gehört zum Christsein dazu. Wenn uns der Heilige Geist fehlt, fehlt uns das Entscheidende als Christen. Die direkte Beziehung zu Gott. Ein Kind Gottes zu sein. Das neue Leben in Christus.

All das wird erst durch das Wirken des Heiligen Geistes möglich.

Deshalb dürfen wir heute mit derselben Gewissheit leben wie die ersten Jünger damals: Gott hat uns nicht allein zurückgelassen. Er wohnt durch Seinen Geist in allen, die durch seine Gnade und ihre eigene Entscheidung Ihm gehören. Er kann deshalb auch in mir und dir wohnen.

Von damals bis heute. Pfingsten veränderte alles. Nicht nur damals. Sondern bis heute.

Amen

© Jens Völker / Verwendung für gemeindliche oder missionarische Zwecke ausdrücklich erlaubt

Lied: Wie ein Brausen des Himmels - Gebetshaus feat. Veronika Lohmer

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