Zweifel erlaubt - Jesus gefragt Wenn du Zweifel hast - Suche die Antwort auf deine Fragen bei Jesus selbst
Kurz nachgedacht
(Der Impuls enthält u.U. Links zum weitergehenden Verständnis)
Titel: Zweifel erlaubt – Jesus gefragt
„Da rief Johannes zwei seiner Jünger zu sich und sandte sie zum Herrn und ließ ihn fragen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten?“ (Lukas 7,19 LUT)
Kennst du das? Eigentlich weißt du genau, dass dein Partner oder deine Partnerin dich liebt. Aber dann vergisst er den Hochzeitstag. Oder sie reagiert kurz angebunden, weil sie gerade gestresst ist. Und schon meldet sich dieser kleine Stachel: „Bin ich ihm wirklich wichtig? Liebt sie mich wirklich?“ Solche Zweifel gehören zu Beziehungen einfach dazu. Sie bedeuten nicht, dass keine Liebe da ist – sondern dass wir uns nach Bestätigung sehnen.
So ähnlich geht es uns auch manchmal im Glauben: Selbst Johannes, der Täufer, der Jesus angekündigt hatte, schickt plötzlich seine Jünger wieder los mit der Frage: „Bist du wirklich der, auf den wir warten?“ Er sitzt im Gefängnis, alles ist dunkel, und plötzlich überfallen ihn Zweifel. Und Jesus nimmt das ernst.
Darum geht’s Jesus hier:
Zweifel sind kein Zeichen für fehlenden Glauben, sondern eine Einladung, sich neu an Jesus zu wenden. Gewissheit kommt nicht durch kluge Gedanken, sondern durch die Begegnung mit ihm selbst.
Denn Zweifel lassen sich nicht einfach wegrechnen. Sie tauchen gerade dann auf, wenn wir uns schwach fühlen, wenn wir leiden oder nicht weitersehen. In diesen Momenten helfen keine schnellen Argumente – wir brauchen Jesus selbst.
Genau wie in einer Beziehung: Freunde können dir bestätigen, dass dein Partner, deine Partnerin dich liebt. Aber richtig Ruhe bekommst du erst, wenn er oder sie selbst dir in die Augen schaut und sagt: „Natürlich liebe ich dich.“ Worte von Dritten können bestätigen – aber Gewissheit entsteht erst durch persönliche Begegnung. So ist es auch bei Jesus. Andere können bezeugen, was Jesus in ihrem Leben getan hat. Aber wirklich sicher wirst du erst, wenn du Ihn selbst erlebst.
Wie geht das? Ganz schlicht im Gebet: „Jesus, ich verstehe gerade nicht, hilf mir!“ Oder im Bibellesen: Gott spricht durch sein Wort und trifft mitten ins Herz. Oder in der Gemeinschaft: Dort, wo andere ehrlich von ihrem Glauben erzählen, wächst auch deine Gewissheit wieder. Zweifel sind nicht das Ende des Glaubens – sie können sogar der Anfang einer tieferen Glaubenserfahrung sein.
Und jetzt die Fragen an dich:
Was mache ich, wenn Zweifel anklopfen?
Verdränge ich sie oder bringe ich sie zu Jesus?
Suche ich Sicherheit in klugen Argumenten – oder in Seiner Nähe?
Die Einladung Jesu ist klar: Komm mit deinen Fragen, komm auch mit deinen Zweifeln! Er hält das aus – und mehr noch: Er antwortet. Nicht immer so, wie wir es erwarten, aber so, dass wir wissen: Er lebt. Und weil Er lebt, haben wir Hoffnung.
Abschlussgedanke:
Zweifel gehören zum Glauben – so wie kleine Unsicherheiten zur Liebe gehören. Aber beides führt uns immer wieder zurück zum Kern: zur Begegnung mit dem, der wirklich da ist.
Deshalb: Zweifel erlaubt – Jesus gefragt!
Amen
© Jens Völker / Verwendung für gemeindliche oder missionarische Zwecke ausdrücklich erlaubt
Lied: Tiefer als mein Zweifel - Enjo